KfW-Programme für Wärmepumpen: Neue Ausrichtung ab 2025
Die KfW hat ihre Förderprogramme für Wärmepumpen neu ausgerichtet. Was sich geändert hat und wie Antragsteller profitieren.
Von Redaktion Stromretter · Redaktion · veröffentlicht am 16. Oktober 2025
KfW 2025: Wärmepumpen-Förderung neu aufgestellt
Die KfW Bankengruppe hat ihre Förderprogramme für Heizungsmodernisierungen grundlegend überarbeitet. Im Fokus stehen 2025 vor allem Wärmepumpen – und die Verknüpfung mit erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik und Geothermie. Die neuen Programme bieten günstigere Kredite und höhere Tilgungszuschüsse als bisher.
Was bietet die KfW neu?
Das überarbeitete Programm KfW 261 (Bundesförderung für effiziente Gebäude) wurde um einen speziellen Wärmepumpen-Schwerpunkt ergänzt. Kernelemente:
- Kreditvolumen bis 150.000 Euro pro Wohneinheit für Heizungsmodernisierung
- Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent bei Erreichung des Effizienzhaus-Standards
- Kombinationsbonus für Wärmepumpe + PV-Anlage + Batteriespeicher
- Zinsgünstiger Kredit deutlich unter dem Marktzinssatz
Wer kann beantragen?
Anträge können private Eigentümer, Vermieter, Wohnungseigentümergemeinschaften und auch Kommunen stellen. Der Antrag läuft immer über eine Hausbank, die den KfW-Kredit weiterreicht. Wichtig: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden.
Verbindung zu Solar und Speicher
Besonders interessant ist die Kombination von Wärmepumpe und PV-Anlage. Wer beides zusammen beantragt, erhält einen zusätzlichen Bonus auf den Tilgungszuschuss. Die Logik dahinter: Eine Wärmepumpe, die mit selbst erzeugtem Solarstrom betrieben wird, reduziert nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch die Abhängigkeit von Strompreisschwankungen.
Praxisbeispiel
Ein Einfamilienhaus mit alter Gasheizung, das auf Wärmepumpe + 10-kWp-PV umrüstet: Gesamtkosten ca. 35.000 Euro. KfW-Kredit: 35.000 Euro zu 2,5% effektivem Jahreszins. Tilgungszuschuss: ca. 14.000 Euro. Netto-Investition nach Förderung: ca. 21.000 Euro. Amortisationszeit bei aktuellen Energiepreisen: ca. 8–10 Jahre.
Ausblick
Die KfW plant, die Programme bis mindestens 2027 fortzuführen. Experten empfehlen, nicht zu lange zu warten – sowohl wegen möglicher Programmänderungen als auch wegen der weiter steigenden CO2-Preise, die fossile Heizungen immer teurer machen werden.