BEG-Förderung 2025: Neue Fördersätze und wer jetzt profitiert
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude wurde 2025 erhöht. Wir zeigen, wer von den neuen Sätzen profitiert.
Von Redaktion Stromretter · Redaktion · veröffentlicht am 14. Oktober 2025
BEG 2025: Mehr Förderung für klimafreundliches Heizen und Sanieren
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist das zentrale Instrument der Bundesregierung, um die energetische Sanierung des deutschen Gebäudebestands voranzutreiben. Für 2025 wurden die Fördersätze in mehreren Bereichen angehoben – ein klares Signal in Richtung Wärmepumpe, Solar und Gebäudehülle.
Wärmepumpen: Höchste Förderquote in der Geschichte
Für den Einbau einer Wärmepumpe als Ersatz für eine Öl- oder Gasheizung können Haushalte nun Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Der Grundfördersatz liegt bei 30 Prozent, hinzu kommen ein Klima-Speed-Bonus von 20 Prozent (für die frühzeitige Umrüstung) sowie ein einkommensabhängiger Bonus von bis zu 30 Prozent für Haushalte unter bestimmten Einkommensgrenzen.
Photovoltaik und Speicher
PV-Anlagen werden über die BEG nicht direkt gefördert – hier greifen weiterhin die Einspeisevergütung und steuerliche Erleichterungen. Allerdings können kombinierte Wärmepumpen-PV-Systeme als Gesamtpaket gefördert werden, wenn sie Teil einer umfassenden Sanierungsmaßnahme sind.
- Einzelmaßnahme Wärmepumpe: bis zu 70% Zuschuss
- Komplettsanierung (Effizienzhaus): bis zu 45% Kredit + Tilgungszuschuss
- Energieberatung: 80% Förderung der Beratungskosten
Neues Antragsverfahren
Die BEG wird weiterhin über das BAFA (Einzelmaßnahmen) und die KfW (Effizienzhaus-Sanierungen) abgewickelt. Seit 2025 ist ein neues Online-Portal im Einsatz, das die Antragstellung deutlich vereinfachen soll. Anträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden – diese Regel gilt unverändert.
Kritik an der Umsetzung
Trotz der attraktiven Fördersätze berichten viele Antragsteller von langen Bearbeitungszeiten und komplizierten Nachweispflichten. Handwerksbetriebe beklagen, dass Kunden die Förderung zwar beantragen, aber auf Bewilligungen warten müssen, bevor die Arbeit beginnen kann.
Fazit
Die erhöhten BEG-Fördersätze sind ein starkes Argument für Hauseigentümer, jetzt in klimafreundliche Heiztechnik zu investieren. Wer die Kombination aus Wärmepumpe und PV plant, sollte die Konditionen sorgfältig prüfen und frühzeitig mit der Antragstellung beginnen.